Der schnelle Weg zum Energieausweis bei Mischgebäuden

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Wohnen und Gewerbe unter einem Dach: So sparen Sie Zeit und Kosten

Für Eigentümer, Verwalter und Makler stellen gemischt genutzte Gebäude oft eine Herausforderung dar, wenn ein Energieausweis benötigt wird. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verlangt hier häufig zwei getrennte Dokumente: einen für den Wohnteil und einen für den gewerblichen Teil.

Während der Ausweis für den Wohnbereich meist Routine ist, schrecken viele vor dem Energieausweis für Nichtwohngebäude zurück. Die Sorge vor hohen Kosten und aufwendigen Ortsterminen durch Sachverständige ist weit verbreitet.

Doch es gibt eine effiziente Lösung, die Sie bequem online nutzen können:
den Verbrauchsausweis von engiwo.de®.

Warum der Verbrauchsausweis die bessere Wahl für die Online-Erstellung ist

Bei Nichtwohngebäuden unterscheidet der Gesetzgeber zwischen dem bedarfsorientierten und dem verbrauchsorientierten Ausweis.

Der Bedarfsausweis ist extrem aufwendig. Da gewerbliche Flächen sehr unterschiedlich genutzt werden (Beleuchtung, Belüftung, Kühlung, Produktionsprozesse), muss ein Gebäude in komplexe Zonen unterteilt werden. Diese sogenannte Zonierung kann in der Regel nur ein Fachmann bei einer Begehung vor Ort leisten. Das kostet Zeit und Geld.

Der Verbrauchsausweis hingegen basiert auf den tatsächlichen Verbrauchsdaten. Er umgeht die komplizierte theoretische Berechnung der Gebäudehülle und Anlagentechnik. Damit ist er prädestiniert für die kostengünstige Online-Erstellung. Sie geben lediglich die bekannten Verbrauchsdaten ein und erhalten ein rechtsgültiges Dokument.

Die Voraussetzungen: Checkliste für Ihre Daten

Damit Sie den Vorteil der Online-Erstellung nutzen können, müssen valide Verbrauchsdaten vorliegen. Prüfen Sie anhand der folgenden Punkte, ob Ihr Gebäude für den schnellen Online-Verbrauchsausweis geeignet ist:

1. Der Zeitraum

Es müssen Daten aus drei aufeinanderfolgenden Abrechnungsperioden vorliegen, die zusammen einen Zeitraum von mindestens 36 Monaten abdecken. Lückenlose Abrechnungen der letzten drei Jahre sind hierfür ideal.

2. Die Energiearten

Sie benötigen die Verbrauchsdaten für Heizung, Warmwasser und Strom. Anders als bei Wohngebäuden ist der Stromverbrauch bei Gewerbe ein zentraler Bestandteil der energetischen Bewertung (etwa für Beleuchtung oder Klimatisierung).

3. Die getrennte Erfassung (Das wichtigste Kriterium)

Die Online-Erstellung funktioniert nur, wenn Sie die Verbräuche des Gewerbeteils klar von denen des Wohnteils abgrenzen können.

  • Gibt es separate Zähler für den Gewerbeanteil?
  • Oder gibt es separate Wärmemengenzähler, mit denen sich der Anteil für Heizung und Warmwasser exakt herausrechnen lässt?

Sind diese Daten getrennt verfügbar, steht dem günstigen Online-Ausweis nichts im Wege. Sollten die Verbräuche für Wohnen und Gewerbe über einen einzigen Zähler laufen und nicht differenzierbar sein, ist der Weg zum Verbrauchsausweis versperrt und ein Vor-Ort-Termin für einen Bedarfsausweis wird unumgänglich.

Sonderfall 10-Prozent-Regel

Beträgt der Anteil der gewerblichen Fläche weniger als 10 Prozent der Gesamtfläche, können Sie das gesamte Gebäude oft einfach als Wohngebäude behandeln. In diesem Fall benötigen Sie keinen separaten Nichtwohn-Ausweis.

So lesen Sie das Ergebnis: Die Verbrauchsskala

Ein weiterer Vorteil des Verbrauchsausweises ist die klare Darstellung. Da keine theoretischen Zonen berechnet werden, zeigt der Ausweis, wie sich das Gebäude im realen Betrieb verhält.

Farbskala des Energieausweises für Nichtwohngebäude mit Endenergieverbrauch und Vergleichswert
Abbildung: Die Skala zum Endenergieverbrauch Wärme in einem Energieausweis für Nichtwohngebäude.

Im Gegensatz zu Wohngebäuden finden Sie bei dieser Skala den Vergleichswert unterhalb des Farbbalkens. Dieser Vergleichswert ist dynamisch. Er wird individuell für Ihr Gebäude berechnet, basierend auf der spezifischen Nutzung (ein beheiztes Lager hat andere Referenzwerte als ein hochtechnisiertes Büro).

Liegt Ihr schwarzer Pfeil (Endenergieverbrauch Wärme) im grünen Bereich oder links vom Vergleichswert, signalisiert dies potenziellen Mietern oder Käufern niedrige Nebenkosten und eine gute energetische Qualität.

Fazit: Nutzen Sie Ihre Daten für den Kostenvorteil

Bevor Sie teure Gutachten beauftragen, werfen Sie einen Blick in Ihre Nebenkostenabrechnungen. Wenn Sie Abrechnungen für 36 Monate vorliegen haben und die Zählerstände für das Gewerbe separat vom Wohnteil ablesen können, haben Sie alles, was Sie brauchen.

Unsere Empfehlung:
Sparen Sie sich die teure Zonierung vor Ort. Nutzen Sie die vorhandenen Abrechnungsdaten und erstellen Sie den Energieausweis für den Nichtwohnteil einfach und rechtssicher online als Verbrauchsausweis bei engiwo.de®.

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